Digitalretusche

Mit etwas Nachbearbeitung vom guten zum hervorragenden Bild

Bilder direkt aus der Kamera sollten von der Komposition her bereits passen. Hier sehen Sie Vergleiche, was man mit etwas digitaler Nachbearbeitung noch aus Bildern herausholen kann.

1Hintergrund austauschen

Bei diesem Bild, das mit einem mobilen Fotostudio aufgenommen wurde und für die Werbung für ein Kindertheaterstück dienen sollte, mußte der etwas verknitterte graue Stoffhintergrund durch einen ansprechenderen Hintergrund ersetzt werden.

Nach Freistellung der Personen wurde ein Verlaufshintergrund eingefügt, der von der Farblichkeit zu den Kostümen passt und den Blick in das Bild hineinzieht.

Auf Grund zu geringer Schärfentiefe waren nicht alle Akteure scharf abgebildet. Deshalb wurde aus einem anderen Bild das Gesicht der vorderen Clown-Figur noch einkopiert.

Before
After
Before
After

2Compositing

Dieses Werbefoto für das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ entstand als Compositing aus verschiedenen Elementen.

Zunächst wurde das Originalbild, das vor einem leicht verknitterten grauen Moltonstoff entstand, seitlich beschnitten und die Farben leicht entsättigt.

Anschließend wurde der graue Hintergrund freigestellt und ein neuer Hintergrund aus Kacheln einer Istanbuler Moschee erstellt. Dieser wurde perspektivisch in Form von Zimmerwänden angeordnet, unscharf gemacht und in der Farbgebung angepasst.

Da das Originalfoto nach unten recht wenig Tischfläche bietet und das Bild später auch im Hochformat verwendbar sein sollte, wurde noch aus einem anderen Bild der vordere Teil des Tisches perspektivisch richtig eingepasst.

3Abendstimmung

Auf diesem Bild konnte auf Grund des großen Kontrastes die gefühlte Stimmung nicht ohne Nachbearbeitung transportiert werden. Deshalb mußten die Schattenpartien im Häusermeer aufgehellt und gesättigt werden. Der bereits gelb-orange gefärbte Abendhimmel mußte etwas abgedunkelt und intensiviert werden.

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Before
After
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After

4Portrait

Die junge Dame wurde in einem improvisierten Setup fotografiert. Sie stand im Schatten eines Torbogens und wurde durch einen On-Camera-Systemblitz aufgehellt.

Dies ist ein schönes Beispiel für eine dezente Portraitretusche, da das Modell in ihrer natürlichen Schönheit keine größere Retusche benötigt.

Es wurden lediglich die Schattenpartien unter den Augen sowie die Augen und Zähne leicht aufgehellt. Das Haar erhielt etwas mehr Struktur in den Schatten. Damit sie sich besser vom sowieso schon unscharfen Hintergrund absetzt, wurde dieser noch etwas weiter aufgehellt.

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5Farbtemperatur und störende Elemente

Dieses Bild wurde bei Kunstlicht fotografiert ohne die Farbtemperatur an der Kamera richtig einzustellen. Kein Problem, wenn man im Raw-Format fotografiert.

Neben der Korrektur der Farbtemperatur (white balance) wurde bei diesem Bild die Schrift auf den Tuben wegretuschiert, um die Ablenkung so klein wie möglich zu halten. Außerdem wurde der Hintergrund auf reines weiß aufgehellt.

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After

6HDR – High Dynamic Range Fotografie

In Situationen mit sehr hohen Kontrasten können selbst moderne Digitalkameras nicht Lichter und Schatten gleichzeitig richtig darstellen. Deshalb wird in einem solchen Fall zu Tricks gegriffen: Es werden mehrere Fotos mit verschiedenen Belichtungen mit Hilfe einer Spezialsoftware zu einem Bild zusammengefast, das sowohl die Lichter als auch die Schatten mit Details darstellt. Dieses Verfahren nennt man HDR-Fotografie (High Dynamic Range).

In diesem Beispiel aus dem Regensburger Dom wurde Photomatix Pro verwendet und am Ende noch einmal die Glasbilder der Rosette mit Hilfe von Photoshop von einem unterbelichteten Bild hineinkopiert. Außerdem wurden die sogenannten stürzenden Linien korrigiert, die durch perspektivische Verzerrung entstehen.

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